die kleine Seele - Teil 3


Je älter unsere kleine Seele in dieser ihrer aktuellen Inkarnation wurde, desto mehr sah sie, desto mehr lernte sie und desto standhafter gegen Veränderungen wurden ihre Verhaltensweisen.

Unsere kleine Seele lernte vielleicht auch, dass Ehemänner, welche ihre Frauen verlassen böse sind, genauso wie Frauen, welche ihre Männer verlassen.

Und auch wenn die beiden gar nie verheiratet waren, lernte unsere kleine Seele, dass prinzipiell jeder Mensch, der sich von einem anderen trennt schlecht und verdammungswürdig ist.

Speziell könnte es sich in diesem Zusammenhang natürlich um die eigenen Eltern gehandelt haben. Was die nicht alles so falsch gemacht haben, Zeit ihres Lebens und dem ihrer Kinder.

Unsere kleine Seele beschloss möglicherweise einerseits, so nie zu werden, wie auch nur einer ihrer beiden Elternteile. Und andererseits beschloss sie, auch ihren Eltern zu lehren, wie die sich besser verhalten.

Nicht aus böser Absicht, sondern weil sie es einfach objektiver und von außen genauer erkennen konnte, wie es besser gehen könnte. Die kleine Seele dachte, den nötigen Abstand zu haben, um „die Situation“ objektiv beurteilen zu können.

Also begann sie, ihren leiblichen Eltern zu sagen, was diese nicht alles falsch machen würden. Und unsere kleine Seele begann, ihnen auch zu sagen, wie es „richtig“ wäre.

Und je mehr ihre leiblichen Eltern sich gegen die Übergriffe unserer kleinen Seele (ver)wehrten, desto mannhafter bemühte die sich immer mehr und mehr, es ihnen endlich bei zu bringen.

Sollte sie jemals selbst ein Kind gebären, wüsste sie auf jeden Fall genau, wie sie mit diesem umgehen würde. Auf gar keinen Fall so, wie ihre Eltern mit ihr.

Unsere kleine Seele wusste ganz genau, dass ihr(e) Kind(er) ganz anders erzogen werden würden. Sie würde niemals die gleichen Fehler machen, welche ihre Eltern gemacht haben.

Und ihr Kind müsste nie Gitarre spielen lernen, wenn es das nicht wollte, Hauptsache war doch, das Kind würde später mal einen ehrbaren Beruf erlernen.

Unserer kleinen Seele war bewusst, dass sie ihr Kind nie zwingen werde, etwas zu tun, was sie selbst nicht hätte tun wollen, als sie in ähnlichen Situationen war. Wichtig war doch nur, dass das Kind folgsam und aufmerksam in der Schule lernte. Ansonsten würde(n) ihre Kind(er) ziemlich frei entscheiden dürfen, welches Studium sie dann machen wollten.

Wobei, eigentlich war sie ja gar nicht das einzige Kind ihrer Eltern. Schon, bei diesen ihren leiblichen Eltern, bei denen war sie einmalig und einzig, doch es gab ältere Geschwister, welche ihre Eltern in diese Beziehung mitgebracht hatten.

Alle ihre Geschwister waren älter als unsere kleine Seele, wesentlich älter, also war sie auch noch sehr jung, als diese begannen, ihr eigenes Leben zu leben, bzw. ihre eigene Familien zu gründen.

Die meisten der Geschwister wohnten etwas weiter weg und hatten wenig bis keinen Kontakt zu den Eltern unserer kleinen Seele. Irgendwie hatte sie lange Jahre ihres Lebens das Gefühl, ein Einzelkind zu sein.

Sie fühlte sich auch sehr wohl in dieser Rolle, wurde auch von ihren Eltern entsprechend behandelt und hatte nie wirkliche Sehnsucht nach einer möglichen tieferen Beziehung zu den früheren Kindern ihrer beiden Elternteile mit deren vorherigen Partnern.

Sie lernte zwar im Laufe der Zeit auch alle ihre Nichten und Neffen kennen, aber wirkliche Beziehung zu ihnen konnte und wollte sie auch nicht aufbauen


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